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Schliffformen (Shape) Opale werden meist zu Cabochons verarbeitet. Eine Ausnahme bildet klares transparentes Rohmaterial, das auch zu Facettensteinen verarbeitet werden kann. Hierbei handelt es sich überwiegend um mexikanische Feueropale, die in unterschiedlichen, facettierten Formen angeboten werden. Das Facettieren wird hier nicht weiter beschrieben. Ebensowenig die Verarbeitung von Opalen, die mitsamt Muttergestein (Matrix) zu dekorativen Anhängern oder Figuren geschliffen werden. Mögliche Standard-Schliffformen für Opal-Cabochons sind neben dem Freiform-Schliff:
Häufig finden sich Freiform-Opale, deren Umriss am Erscheinungsbild des Rohsteins ausgerichtet wurde. Durch diese Schliffart bleibt der größtmögliche Opalanteil am Stein erhalten, ohne die bei Standard- oder kalibrierten Formen anfallenden Verluste in Kauf nehmen zu müssen. Die Auswahl der Form ist Geschmacksache, aber oftmals bieten Freiform-Opale ein ausdrucksstärkeres Erscheinungsbild als Standard-Formen, insbesondere wenn der Opalschleifer mit viel künstlerischem Einfühlungsvermögen einen geometrisch ansprechenden Opal-Edelstein geschaffen hat.
Dome oder Wölbung Das zweite Element der Form ist die Wölbung (engl.: dome), die zu sehen ist, wenn der Stein von der Seite betrachtet wird. Es lässt sich hier grob nach "high-dome", "medium-dome", "low-dome" und flach (flat) unterscheiden. Diese Einstufung spielt allerdings nur bei Vollopalen (Solids) eine Rolle, die durch eine entsprechende Tiefenwirkung ihre Farben zur Geltung bringen sollen.
Der Dome sollte auch auch nicht zu hoch sein und immer im ausgewogenen Verhältnis zur Breite und Länge des Steins stehen.
Zusammengesetzte Opale Als Dubletten werden Steine bezeichnet, die aus einem Oberteil und einem Unterteil zusammengesetzt sind. Es handelt sich hierbei keineswegs um Imitationen oder synthetische Opale. Das Oberteil, ein dünn geschliffenes Plättchen möglichst hochwertigen Edelopals, wird auf ein dunkles, passendes Unterteil geklebt, das i.d.R. aus dunklem Potch oder auch Eisenstein, Onyx, Obsidian und anderen dunklen Mineralien besteht. Schwarzer Potch eignet sich am besten als Unterteil, da das Material das selbe Temperaturverhalten wie die Edelopalschicht hat. Die dunkle Unterlage verleiht dem dünnen Edelopal eine dunkle Körperfarbe, was die Farbwirkung und Leuchtkraft steigert.
Achtung: eine natürliche Dublette ist keine Dublette! Erkennen lässt sich der Unterschied in der Seitenansicht, wo natürliche Opale keine durchgehende, scharfe oder gar plane Trennlinie zwischen Edelopal und Unterlage zeigen.
Die dreischichtigen Tripletten stellen eine Weiterentwicklung der Dubletten dar: Der untere Aufbau ist identisch, die dünne Edelopalschicht wird zusätzlich durch Aufkleben einer transparenten Bergkristall- oder Glaskappe geschützt. Die Kappe schützt einerseits den Opal vor Verkratzen und evtl. Austrocknen, andererseits wirkt die gewölbte Oberfläche wie eine Linse und vergrößert die Farbwirkung des Opals.
Hierbei handelt es sich um Dubletten oder Tripletten, bei denen die dünne Opalschicht aus kleinen Opalsplittern (Chips) zusammengesetzt wurde, um ein Muster oder auch eine Figur zu erzeugen.
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